27 Interkulturelle Mitarbeiter an NÖ Volksschulen unterwegs
31. Januar 2012
Evaluierung bestätigt den Erfolg.
Auf Initiative des NÖ Integrationsservice an der NÖ Landesakademie wurde an der Pädagogischen Hochschule Baden die Evaluierung des Projektes „Interkulturelle MitarbeiterInnen in ausgewählten NÖ Volksschulen“ präsentiert.
Das Ergebnis ist durchwegs positiv und bestätigt diese Initiative des Landes.
Mittlerweile wurde die Anzahl der Interkulturellen MitarbeiterInnen auf 27 erhöht – damit ist es möglich geworden, dass bereits 40 Volksschulen von diesem Angebot profitieren. Die Interkulturellen MitarbeiterInnen werden gezielt dort eingesetzt, wo es einen besonders hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund gibt.
„Das Erfolgsrezept dieses Projektes ist, dass alle davon profitieren: die Kinder, die Eltern und das LehrerInnenkollegium, ebenso wie die Gemeinde vor Ort. Denn die Interkulturellen MitarbeiterInnen werden multifunktional eingesetzt: in der Schule, in der Gemeinde und als Brückenbauer zwischen den einzelnen Kulturen.
Die Interkulturellen MitarbeiterInnen geben den Eltern Informationen über Schulbelange, machen Übersetzungen und üben verstärkte Vermittlungsarbeit im Austausch mit allen Beteiligten. Die Kinder mit Migrationshintergrund wiederum werden im Erwerb der deutschen Sprache unterstützt. Niederösterreich ist mit dieser Initiative das einzige Bundesland, das Schulkinder schon in frühen Jahren auf die Vielfalt in der Gesellschaft vorbereitet. Davon profitiert die gesamte Gesellschaft nachhaltig", ist Landesrat Mag. Karl Wilfing überzeugt.
Die Interkulturellen MitarbeiterInnen wurden in einem 4-semestrigen Lehrgang vom Integrationsservice an der NÖ Landesregierung in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule und dem Landesschulrat für NÖ für die Arbeit in der Schule und der Gemeinde ausgebildet. Die interkulturelle Kompetenz der MitarbeiterInnen (Herkunft aus einem anderen Kulturkreis, eigene Migrationserfahrung, Mehrsprachigkeit, Qualifizierung) macht es möglich, Problem- und Spannungsfelder vor Ort wahrzunehmen und die Handlungskompetenz der Kinder und Erwachsenen zu erhöhen, um ein friedliches Zusammenleben im Klassenverband und in der Gemeinde zu forcieren.
Bildverweis:
(v.l.n.r.).: Univ.-Prof. HR MMag. DDr. Erwin Rauscher (Pädagogische Hochschule Baden), Gabriela Egger (Integrationsservice, NÖ Landesakademie), LR Mag. Karl Wilfing
© NLK, Pfeiffer
