Elektrosmog im Alltag – wie kann er verringert werden?
16. Januar 2012
Im Rahmen von Vorträgen wird vom Europäischen Zentrum für Umweltmedizin der NÖ Landesakademie (EZU) beschrieben, wie man ein elektrosmogarmes Wohlfühlklima mit einfachen Mitteln umsetzen kann.
Das EZU führte Messungen in niederösterreichischen Haushalten durch und dabei stellte sich heraus, dass ein großer Teil des Elektrosmogs innerhalb des Hauses entsteht. In vielen Fällen lässt sich der hausgemachte Anteil mit einfachen Mitteln reduzieren. Aus Vorsorgegründen ist eine Reduktion auf ein Mindestmaß wünschenswert. Am Wichtigsten ist die Minimierung am Schlafplatz, weil man hier einerseits viel Zeit verbringt und andererseits sich der Körper nachts erholen soll.
Generell muss zwischen Feldern, die z.B. von elektrischen Geräten und Leitungen hervorgerufen werden (niederfrequente elektrische und magnetische Felder) und Feldern, die bei der Übertragung von Information über den Funkweg entstehen (hochfrequente elektromagnetische Wellen), unterschieden werden.
Niederfrequente elektrische Felder entstehen sobald ein elektrisches Gerät oder auch nur ein Verlängerungskabel angesteckt wird. Diese Felder lassen sich durch Abstecken oder Abstand halten deutlich reduzieren. Eine weitere Reduktionsmöglichkeit ist die Installation eines Netzabkopplers.
Niederfrequente magnetisches Felder entstehen sobald Strom durch einen Leiter fließ. Besonders hohe Felder entstehen durch Transformatoren. Eine Reduktion ist durch Abstecken und Abstand möglich. Speziell bei Transformatoren nimmt das Magnetfeld mit dem Abstand sehr stark ab.
Elektromagnetische Wellen werden im Haushalt in erster Linie durch DECT – Schnurlostelefone, WLAN-Sender und Handys verursacht. Zu beachten ist, dass WLAN Router und viele DECT – Schnurlostelefone immer senden. Man sollte diese Technologien wenn möglich nur durch schnurgebundene Alternativen ersetzen.
Eine Verminderung des Elektrosmogs lässt sich durch einfache Maßnahmen erzielen:
- Ausstecken: unbenützte Elektrogeräte und -kabel ausstecken
- Ausschalten: Geräte nicht im Stand-by-Betrieb laufen lassen
- Abstand halten: Im Schlafbereich 1-2 m Abstand zu Elektrogeräten und Kabeln halten; Zählerkasten und Elektroboiler möglichst weit entfernt von Schlafräumen platzieren; Freisprecheinrichtung im Auto mit Außenantenne benutzen.
- Alternativ telefonieren und im Internet surfen: Vorrangig auf leitungsgebundene Technologien zurückgreifen
