Niederösterreichische Landesakademie


 


 

Fachsymposium „Kinder in Bewegung“ im NÖ Landhaus

03. November 2011

Sport und Bewegung sollen den Alltag prägen „Kinder in Bewegung“, unter diesem Motto steht das heutige Fachsymposium im Landhaus in St. Pölten.

Mehr als 230 PädagogInnen von Kindergärten und Volksschulen, Trainer und Übungsleiter diskutieren über Einladung von Sportland NÖ und der NÖ Landesakademie über neue Trends, Bewegungsschulen und aktuelle Förder-möglichkeiten für mehr Bewegung und Sport im Kindes- und Jugendalter.

Für Sportlandesrätin Petra Bohuslav ist Sport nicht bloß Unterrichtsfach sondern soll regelmäßiger Bestandteil des Alltags sein. Dazu müssten Elternhaus, Schule aber auch die Vereine laufend motivieren und man müsse auch neue Wege gehen, so Bohuslav. Seitens des Landes wolle man aber weiter Vorbilder und Spitzensport vor die Haustür bringen und ganz gezielt kräftige Akzente und Förderanreize im Breitensport setzen, so Bohuslav.

Für den Geschäftsführer der NÖ Landesakademie, Dr. Christian Milota, ist diese Aktion insbesondere deswegen wichtig und richtig, weil es gerade im Kindesalter notwendig ist, die Bewegungsfreude zu fordern und zu fördern. Und hier liegt bei den KindergartenpädagogInnen und VolksschulpädagogInnen eine große Verantwortung, da in diesem Alter die Grundlagen für die spätere Fitness und das spätere Selbstverständnis im Umgang mit Bewegung gelegt werden.

Obwohl es laufend neue Möglichkeiten, neue Sportarten und modernere Sportstätten gibt, steigt bei Kindern und Jugendlichen der Hang zur körperlichen Passivität. Deshalb versucht auch die Pädagogische Hochschule, neben Gesundes NÖ Kooperationspartner des Symposiums, mit neuen Ausbildungsaktivitäten für Lehrer, Bewegungserzieher und Multiplikatoren, gegenzusteuern, erklärt Univ. Prof. Erwin Rauscher. Mit dabei auch der anerkannte Schweizer Sportpsychologe und ehem. Cheftrainer des Schweizer Skiteams Univ. Prof. Arturo Hotz, der über die Bedeutung des koordinativen Trainings für Kinder unter dem Titel „Im Ziel konstant – im Weg variant“ referiert.

Interessante Fragen wie „Können TV und DVD nicht nur verteufelt, sondern vielleicht sogar positiv genutzt werden, gibt es einen Wertewandel weg von den Wettkampfspielen oder warum machen wir trotz besten Wissens immer weniger für unsere Gesundheit“ stehen heute im Zentrum der Diskussionsrunden mit Prof. Inge Werner von der Uni Innsbruck und Mag. Veronika Pinter-Theiss, Expertin für
Motopädagogik aus Graz. Snowboard-Doppelweltmeister Benjamin Karl erklärt warum er die Action am Snowboard dem Kick beim Computerspiel vorgezogen hat.

Bei sechs Workshops am Nachmittag können die Teilnehmer aus vertiefenden Angeboten wählen. Sie reichen von der körpernahen Rückenschule bis hin zur bewegten Förderung der Sprachentwicklung, Möglichkeiten der Kinderfitness mit Musik und Kennenlernen von integrativen Outdoor-Aktivitäten.

Bildverweis:
(v.l.n.r.): Prof. Gerhard Angerer, Univ. Prof. Erwin Rauscher, Sportlandesrätin Dr.in Petra Bohuslav, Snowboard WM Benjamin Karl, Univ. Prof. Arturo Hotz, Mag. Franz Maier (Leiter Team Wissen, NÖ Landesakademie)
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