Niederösterreichische Landesakademie


 


 

Februar 2012 - Jugend

Jugend - Thema des Monats im Februar

Die NÖ Landesakademie ist auch Zukunftsakademie und dies erfordert, dass sie sich mit der Jugend auseinandersetzt.
Denn: Die Jugend ist die Zukunft unseres Landes.

Das Thema Jugend haben wir deshalb zum Thema des Monats gemacht, weil die NÖ Landesakademie der Jugend eine besonders große Angebotspalette bietet.
Das beginnt beim NÖ Talentecheck, über die NÖ Begabtenakademie, die NÖ Bildungsplattform Bildung4you, die NÖ Sprachenoffensive, die Top - Stipendien bis hin zu EU – Projekten, wie unserem jüngsten Projekt EDU.REGION.

Jugendliche haben in der NÖ Landesakademie eine sehr große Plattform.

 

ACHTUNG! Anmeldefrist für die NÖ Montessori Werkstatt wurde auf 19.März 2012 verlängert!

montessori


Bisher sind 700 Anmeldungen eingelangt. Aber es gibt noch eine letzte Chance auf Restplätze in spannenden und lehrreichen Seminaren.



Organisation:
Katrin Piber
NÖ Landesakademie
Tel. +43 2742 294 17421
Fax. +43 2742 294 17404
E-Mail: katrin.piber(at)noe-lak.at

Hier finden Sie weitere Informationen zur Eröffnung, zu den einzelnen Workshops, Ausstellung, Anmeldung, etc.

EU–Projekt für bessere Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft startet

4647 PRESSE NLK J. Burchhart

Der Wettbewerb der Zukunft ist Wettbewerb um die bessere Ausbildung.

Für ein neues grenzüberschreitendes EU–Projekt zwischen Niederösterreich und Vysocina (Tschechische Republik) wurde gestern in Retz der Startschuss von der für EU-Fragen zuständigen Landesrätin, Mag.a Barbara Schwarz, gegeben. Im Zentrum des Projektes steht die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft und zwar über die Grenzen hinweg. Leadpartner bei diesem Projekt ist die NÖ Landesakademie, die dieses Projekt an Land gezogen hat und damit 591.000 Euro, die zu 75% von der EU bezahlt werden, für Niederösterreich lukrieren konnte.

„Die Zusammenarbeit der niederösterreichischen Grenzregionen mit den Grenzregionen der Nachbarländer ist von ganz zentraler Bedeutung. Sie bietet Perspektiven und Horizonte, erschließt aber auch neue Kundenkreise und neue Märkte. Und diese Märkte müssen mit gut ausgebildeten jungen Menschen belebt werden“, so Landesrätin Mag.a Barbara Schwarz.

Niederösterreich hat vom EU–Betritt Österreichs und der Nachbarstaaten, sowie vom Zusammenwachsen der Regionen im Herzen Europas profitiert. Das beweisen auch Zahlen, Daten und Fakten: So gab es in den Grenzregionen in den letzten 16 Jahren einen Zuwachs an Betriebsstandorten von mehr als 70%, der Kaufkraftindex liegt deutlich über dem Durchschnitt, das verfügbare Einkommen ist seit 1995 um 50% gestiegen und die Zahl der Beschäftigten stieg in Niederösterreich um 14,3% und das ist ebenfalls über dem österreichischen Durchschnitt.

Auch der Chefökonom der Industriellenvereinigung, Dr. Christian Helmenstein, wies darauf hin, dass Niederösterreich von einem größeren Europa profitiert hat und dass Projekte, wie das jüngste, wichtige Impulse für die gesamte Region auslöst. Die Regionen Vysocina und Niederösterreich haben gerade durch ihre Unterschiedlichkeit große Chancen, sowohl was die Bildungssysteme als auch die Betriebsstrukturen oder die Tourismusangebote betreffen. Durch diese Unterschiedlichkeiten kann in schwierigen Zeiten viel besser und effizienter reagiert werden.

Das Projekt EDU.Region mit seiner Intention, das Zusammenspiel von Schulen und Wirtschaft zu verbessern ist auch deswegen zukunftsweisend, weil der größte Wettbewerb künftig um gut ausgebildete Arbeitskräfte stattfinden wird. Hier gilt es Spannungsfelder Arbeitslosigkeit und Arbeitskräfteknappheit  zu bewältigen.
Für den Geschäftsführer der NÖ Landesakademie, Dr. Christian Milota, ist das Zusammenwirken zwischen Schule und Wirtschaft ein ganz zentrales Thema, das grenzüberschreitend gelöst werden muss.
So wissen wir aus einer Umfrage, dass sich die Vorstellungen der Wirtschaft an die Schulabsolventen oft überhaupt nicht mit den Lehrplänen decken, die die SchülerInnen absolvieren mussten. Dort soll auch genau das aktuelle Projekt ansetzen und durch konkrete Maßnahmen wieder dazu führen, dass die Schulen nicht länger am Bedarf der Wirtschaft „vorbeiproduzieren“ bzw. „vorbeilehren“.

Bildverweis:
(v.l.n.r.): Dr. Christian Milota (Geschäftsführer NÖ Landesakademie), LAbg. Marianne Lembacher, RNDr.in Marie Kružíková (Mitglied des Rates Land Vysocina), LRin Mag.a Barbara Schwarz, Dipl.-Ing. Bc Matin Hyský (Kreisrat Vysocina), NR Mag. Heribert Donnerbauer
© NLK J.Burchhart

Meinungen und Einstellungen der Jugend

Filzmaier

(Stichworte zur Datensammlung über Einstellungen Jugendlicher 14 – 24 Jahre in Österreich aus der ISA – Studie „Jugendmonitor“ im Auftrag des Bundesministerims für Wirtschaft , Familie und Jugend)

Der Optimismus der Jugendlichen ist groß. Nach wie vor sehen gut drei Viertel den nächsten Monaten zuversichtlich entgegen, Jüngere stärker als Ältere.
Die Sichtweise zur Bevölkerungsentwicklung:

Assoziationen zum Begriff „Bevölkerungsentwicklung“ entfallen vor allem auf eine alternde Bevölkerung, eine sinkende Geburtenrate und eine erhöhte Zuwanderung. Spontan rechnen die Jugendlichen vor allem mit negativen Folgen der Bevölkerungsentwicklung. Sie erwarten durch die alternde Bevölkerung in erster Linie Probleme bei den Pensionen und eine Anhebung des Pensionsalters.

Die Meinung über Pensionen:
90% der Jugendlichen denken, dass Pensionen, Gesundheit und Pflege immer schwerer zu finanzieren sein werden.
43% halten ein Pensionsalter von 60 – 64 Jahren für gerecht, 37% sprechen sich für die Spanne von 65 bis 69 Jahren aus. Männer sind für ein höhreres Pensionsantrittsalter, als Frauen.
Je älter die Befragten sind, bzw. je höher ihr formaler Bildungsabschluss ist, desto eher sehen sie Reformbedarf gegeben.
Zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass ihre staatliche Pension einmal nicht ausreichen wird.

Das Verhältnis zwischen den Generationen:
Die Jugendlichen sind gespalten, was das Verhältnis zwischen den Generationen betrifft: Es sind aber 9 von 10 Jugendlichen der Meinung, dass sie von der Erfahrung und vom Wissen älterer Menschen profitieren können. Rund 70% denken zudem, dass ältere Arbeitnehmer aufgrund ihrer Erfahrung wichtige MitarbeiterInnen sind und daher solange wie möglich berufstätig sein sollten. Es gibt daher keinen Generationenkonflikt um Arbeitsplätze.

Die Betreuung von Angehörigen:
Wenn es um die Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen geht, dann spricht sich mehr als die Hälfte für eine Betreuung zuhause aus. Ein Viertel hat sich darüber aber noch keine weiteren Gedanken gemacht.

(Peter Filzmaier ist Politikwissenschaftler an der Donau – Universität  - Krems und geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für Strategieanalysen (ISA) in Wien.)

Wenn Jugendliche mit dem Tod konfrontiert sind

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Durch Fernsehen, Computer und Videospiele erleben Jugendliche fast täglich Bilder des Todes - plötzlich, gewaltsam oder auch durch Unfall. Es scheint heute ein Stück zum Alltag, zur Normalität geworden zu sein. Und doch besteht ein großer Unterschied zum eigenen erlebten Alltag.

Reale Erlebnisse des Verlustes sind entweder weit weg oder es gab schon Todesfälle in der Verwandtschaft, Bekanntschaft oder im Ort. Für viele Jugendliche ist der Tod der Großeltern das erste Mal wo sie mit Verabschiedung und Begräbnis konfrontiert sind. Je nach emotionalem Bezug und vorherigem Kontakt spüren Kinder und Jugendliche den Verlust und erleben Trauer. 

Plötzliche Todesfälle von jüngeren Personen, den Eltern, Geschwistern oder Freunden treffen auch Jugendliche besonders hart. Für Jugendliche fehlen dann oft Gesprächspartner oder die Unterstützung aus der Familie bzw. suchen Jugendliche oft eher bei Gleichaltrigen Halt. Jugendgruppen sind in der Phase der Ablösung vom Elternhaus das Bezugssystem für Normen, Werte und Verhalten. Oft ist auch die gesamte Gruppe vom plötzlichen Todesfall oder Unfall betroffen, sodass es besonders wichtig ist, die Gruppe gemeinsam in der Verarbeitung des Erlebten zu begleiten.

Das AKUTteam NÖ bietet mit seinen Fachkräften rasche Hilfe unmittelbar nach einem Ereignis, Tage und Wochen danach, an. Gespräche in Familien, mit einzelnen Betroffenen aber auch mit Gruppen werden angeboten und organisiert. Dabei kann das Erlebte in Worte gefasst werden, Gefühle wahrgenommen und der Trauer Platz gegeben werden. Der Umgang miteinander, Themen wie Schuld und Verantwortung werden ebenfalls thematisiert.
Im Jahr 2011 wurden z.B. Sportler nach dem Tod ihres Trainers, Schüler nach dem Tod eines Mitschülers oder Jugendgruppen nach einem Unfall betreut. Angeleitete Gruppengespräche geben bei der Auseinandersetzung eines schwierigen Themas Halt und stärken die vorhandenen Ressourcen. Heftige Emotionen, besonders wenn sie gegen jemand anderen gerichtet sind, werden aufgegriffen, verstehbar und aushaltbar gemacht. Um Gruppengespräche fachlich gut anleiten zu können, wird die Gruppe immer von zwei erfahrenen KollegInnen des AKUTteam NÖ betreut. Bei Bedarf werden auch anschließende oder sich daraus ergebende Einzelgespräche vereinbart.

Wenn Sie im Anlassfall Unterstützung bekommen wollen, rufen Sie den Notruf 144, fragen nach dem AKUTteam NÖ und geben den Anlass, den Namen und eine Rückrufnummer bekannt. Der Journaldienst des AKUTteams NÖ meldet sich umgehend bei Ihnen und bespricht die weitere Vorgehensweise und organsiert die Unterstützung.

NÖ Vereinsjugendtag in der Arena Nova

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Zwei Tage vor Ferienbeginn wurde die Halle 4 der Arena Nova von über 350 Schülerinnen aus Wiener Neustadt gestürmt. Organisiert durch die NÖ Landesakademie wurde in spannenden Workshops von 13 Vereinen getanzt, Feuer gelöscht, gespielt, Erste Hilfe erprobt, Palatschinken  gekocht , geklettert und vieles mehr. Bei ausgezeichneter Stimmung wurden viele Schülerinnen zur Teilnahme an freiwilligen Tätigkeiten motiviert.  Sichtlich hatten auch Klubobmann LAbg. Mag. Klaus Schneeberger und der Geschäftsführer der NÖ Landesakademie Dr. Christian Milota großen Spaß an der Veranstaltung.

Fotos: © NÖ LAK

20 Jahre Interkulturelle Pädagogik in NÖs Kindergärten

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Bringen viel Harmonie zu den Menschen und ins Land.

Rund 20 Jahre nach der erfolgreichen Etablierung der interkulturellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den NÖ Kindergärten wurde heute, Mittwoch, 1. Februar, dieses Jubiläum im Sitzungssaal des NÖ Landtages in St. Pölten mit einem umfangreichen Programm gefeiert. Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung erfolgte durch die "Wiener Tschuschenkapelle".

"Zwei Dinge sollen wir unseren Kindern mitgeben, Wurzeln und Flügel", betonte der Landeshauptmann und setzte fort: "Wurzeln als Symbol für die Verbindung zur Heimat und Flügel als Symbol für Weltoffenheit." Wichtig sei dabei, Kinder in unsere Heimat und in unsere Lebensart einzuführen und auch mit anderen Kulturen vertraut zu machen. "Wenn wir auf diesem Weg gut vorankommen, dann können wir einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass die Welt ein Quäntchen besser wird", zeigte sich der Landeshauptmann überzeugt. Gerade die interkulturellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden viel Harmonie zu den Menschen und ins Land hineinbringen, so Pröll im Gespräch mit den Moderatoren Eser Ari-Akbaba und Tom Bläumauer.

Zum Zusammenhalt im Land meinte der Landeshauptmann: "Der Familiensinn, der gerade in den letzten Jahren Niederösterreich sehr stark geprägt hat, soll in Zukunft noch tragfähiger und noch deutlicher spürbar werden." Dieser Zusammenhalt werde bereits in den Kinderjahren grundgelegt. "Daher ist es notwendig, sich schon im Kindergarten verstehen zu lernen und mit Toleranz aufeinander zuzugehen", so Pröll. 

Der Zusammenhalt in der Gesellschaft werde auch im heurigen Jahr der Generationen in den Vordergrund gestellt, sagte der Landeshauptmann abschließend.

Landesrätin Mag. Barbara Schwarz sagte: "Wo es um ein Miteinander in Bildung und Betreuung geht, ist die gegenseitige Wertschätzung sehr wichtig. Wenn sich Kinder und ihre Eltern hier zuhause fühlen sollen, dann müssen wir ihnen zeigen, dass für uns ihre Kultur und ihre Sprache wertvoll sind. Worte, die die Kinder in ihrer Muttersprache nicht lernen, werden sie auch in anderen Sprachen später nie nachfragen."

Staatssekretär Sebastian Kurz meinte: "Man soll in Kindergärten und Schulen die Chancen und Potenziale nutzen, die diese Vielfalt mit sich bringt." Dieses Modell in Niederösterreich mit den interkulturellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei in Europa zu Recht ausgezeichnet worden: "Dadurch wird den Kindern die Möglichkeit gegeben, Heimat hier in Österreich zu finden, ohne ihre Wurzeln zu vergessen:"

Prof. Dr. Hans-Jürgen Krumm vom Institut für Germanistik an der Universität Wien meinte: "Die Immigrationsgeschichte der interkulturellen Mitarbeiter als biografisches Merkmal reicht nicht, sondern es bedarf auch der Ausbildung dieser Pädagoginnen und Pädagogen. In dieses Projekt sind die Gemeinden, die Kindergärten und die Schulen miteingebunden."

Die rund 80 interkulturellen Mitarbeiterinnen und 5 Mitarbeiter in den Kindergärten helfen den Kindern in der Eingewöhnungsphase, fördern die Mehrsprachigkeit in der Kindergartengruppe und sehen sich als Brückenbauer zwischen Kindern, Eltern und Pädagogen. Die berufsbegleitende Ausbildung an der NÖ Landesakademie zum interkulturellen Mitarbeiter dauert zwei Jahre und endet mit einer Abschlussarbeit.

Bildverweis:
(v.l.nr.): LR Mag.a Barbara Schwarz, zwei Interkutlurelle Mitarbeiterinnen, LH Dr. Erwin Pröll, Moderatorin Mag.a Eser Ari-Akbaba, Prof. Hans-Jürgen Krumm, Staatssekretär Sebartian Kurz, 
© NLK Johann Pfeiffer    

Zeit Punkt lesen bittet im Landesmuseum NÖ zu Tisch

2012-01-28 Foto alphabe TISCH NLK Filzwieser

Landeshauptmann-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka überreicht das von Zeit Punkt Lesen entwickelte Kommunikationsmöbel „alphabeTISCH“ als Dauerleihgabe an das Landesmuseum Niederösterreich.

Zeit Punkt Lesen tischt auf seinem alphabeTISCH ganz besondere Leckerbissen für die kleinsten LeserInnern auf und zeigt einmal mehr, wie anziehend und geschmackvoll Sprache sein kann.
Auf der vielseitigen Tischkonstruktion können BesucherInnen genussvoll Zeichen setzen, Botschaften hinterlassen, über Rätsel grübeln, nach Buchstaben malen, oder verflixte Morsezeichen entschlüsseln.

„Zeit Punkt Lesen entwickelte mit dem alphabeTISCH eine unkonventionelle Kommunikationsplattform, die kleine aber auch große LeserInnen dazu anregen soll, sich über Sprache, Worte und Buchstaben auszutauschen. Und damit auch die jüngsten BesucherInnen nicht zu kurz kommen, können sie sich auf den rätselhaften Tischsets spielerisch mit Farben und Formen betätigen“, unterstreicht Landeshauptmann-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka, Initiator von Zeit Punkt Lesen, die Intention dahinter.

Zeit Punkt Lesen
Zeit Punkt Lesen ist eine 2007 von Landeshauptmann-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka ins Leben gerufene Initiative, die Kinder in ihrem Leselernprozess fördert und Jugendliche in ihrem Leseverhalten stärkt. Weiterführende Informationen unter www.zeitpunktlesen.at

Bildverweis:
v. l. n. r.: Mag.a Dr.in Petra Müller (Leitung Zeit Punkt Lesen), Landeshauptmann-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka, Dr.in Brigitte Schlögl (Geschäftsführerin Landesmuseum NÖ), Kinder
© NLK Filzwieser

27 Interkulturelle Mitarbeiter an NÖ Volksschulen unterwegs

2012-01-20 IKM VS Präsentation Baden 4186 NLK Pfeiffer

Evaluierung bestätigt den Erfolg.

Auf Initiative des NÖ Integrationsservice an der NÖ Landesakademie wurde an der  Pädagogischen Hochschule Baden die Evaluierung des Projektes „Interkulturelle MitarbeiterInnen in ausgewählten NÖ Volksschulen“ präsentiert.
Das Ergebnis ist durchwegs positiv und bestätigt diese Initiative des Landes.

Mittlerweile wurde die Anzahl der Interkulturellen MitarbeiterInnen auf 27 erhöht – damit ist es möglich geworden, dass bereits 40 Volksschulen von diesem Angebot profitieren. Die Interkulturellen MitarbeiterInnen werden gezielt dort eingesetzt, wo es einen besonders hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund gibt.

„Das Erfolgsrezept dieses Projektes ist, dass alle davon profitieren: die Kinder, die Eltern und das LehrerInnenkollegium, ebenso wie die Gemeinde vor Ort. Denn die Interkulturellen MitarbeiterInnen werden multifunktional eingesetzt: in der Schule, in der Gemeinde und als Brückenbauer zwischen den einzelnen Kulturen.

Die Interkulturellen MitarbeiterInnen geben den Eltern Informationen über Schulbelange, machen Übersetzungen und üben verstärkte Vermittlungsarbeit im Austausch mit allen Beteiligten. Die Kinder mit Migrationshintergrund wiederum werden im Erwerb der deutschen Sprache unterstützt. Niederösterreich ist mit dieser Initiative das einzige Bundesland, das Schulkinder schon in frühen Jahren auf die Vielfalt in der Gesellschaft vorbereitet.  Davon profitiert die gesamte Gesellschaft nachhaltig", ist Landesrat Mag. Karl Wilfing überzeugt.

Die Interkulturellen MitarbeiterInnen wurden in einem 4-semestrigen Lehrgang vom Integrationsservice an der NÖ Landesregierung in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule und dem Landesschulrat für NÖ für die Arbeit in der Schule und der Gemeinde ausgebildet. Die interkulturelle Kompetenz der MitarbeiterInnen (Herkunft aus einem anderen Kulturkreis, eigene Migrationserfahrung, Mehrsprachigkeit, Qualifizierung) macht es möglich, Problem- und Spannungsfelder vor Ort wahrzunehmen und die Handlungskompetenz der Kinder und Erwachsenen zu erhöhen, um ein friedliches Zusammenleben im Klassenverband und in der Gemeinde zu forcieren.

Bildverweis:
(v.l.n.r.).: Univ.-Prof. HR MMag. DDr. Erwin Rauscher (Pädagogische Hochschule Baden), Gabriela Egger (Integrationsservice, NÖ Landesakademie), LR Mag. Karl Wilfing
© NLK, Pfeiffer

Junger Optimismus und alte Sorgen

Filzmaier neu

„No Future“? Nein.
Entgegen allen Klischees sehen bis zu 80% der Jugendlichen den nächsten Monaten und Jahren zuversichtlich entgegen. Allerdings rechnen Jugendliche mit negativen Folgen der Soziodemographie aufgrund einer alternden Bevölkerung, einer sinkenden Geburtenrate und einer erhöhten Zuwanderung.
90% der jungen Menschen denken, dass Pensionen, Gesundheit und Pflege immer schwerer zu finanzieren sein werden.
Gut 60% meinen, dass Österreich Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften benötigt.
Die Politik steht vor der Herausforderung einen verschärften Generationen und / oder Nationalitätenkonflikt zu verhindern.

(Peter Filzmaier ist Politikwissenschaftler an der Donau – Universität  - Krems und geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für Strategieanalysen (ISA) in Wien.)