Schule
Im Rahmen der NÖ Sprachenoffensive haben alle Schulen Niederösterreichs die Möglichkeit, je nach Nachfrage einen entsprechenden Sprachunterricht in den Nachbarsprachen anzubieten.
Die Vergabe der Mittel für den Sprachunterricht erfolgt über das Werteinheitensystem der Schule. Unterricht in Tschechisch, Slowakisch oder Ungarisch wird daher innerhalb der Schulorganisation (Landesschulrat, Bezirksschulrat) beantragt und genehmigt.
Die NÖ Landesakademie als Träger der NÖ Sprachenoffensive kann in diesem Prozess koordinierend eingreifen, Schulen beim Einstieg in den Nachbarsprachenunterricht unterstützen, Kontaktpersonen und Institutionen nennen, SprachlehrerInnen vermitteln sowie bei der Auswahl geeigneter Lehrmaterialien Hilfestellung leisten. Des Weiteren besteht über das Sprach-Kompetenzzentrum die Möglichkeit, den (Tschechisch- und Slowakisch-) Unterricht fachlich zu begleiten (Praxisbericht an NÖ Schulen). Diese Unterstützung hat jedoch keine schulrechtliche Relevanz und basiert auf eine freiwillige Vereinbarung zwischen Schule und Landesakademie.
Das Angebot der NÖ Sprachenoffensive und die Form des Sprachunterrichts in Niederösterreich sind sehr vielfältig und verteilen sich auf alle Schultypen: von der Volksschule bis zur AHS/BHS. Der Unterricht findet in folgenden Formen statt:
- Freigegenstand oder unverbindliche Übung (überwiegend in Volksschulen und Sek I)
- Pflichtgegenstand bis hin zum Maturafach (vor allem in den höheren Schulen, Sek II)
- Tschechisch als Arbeitssprache im Regelunterricht (innovative Pilotprojekte an einigen NÖ Volks- und Hauptschulen)
Im Rahmen der Aus- und Fortbildung der Lehrerschaft ist die Pädagogische Hochschule für Niederösterreich Partner der NÖ Sprachenoffensive. Mit der Arbeitsgemeinschaft Nachbar- und Migrantensprachen wurde mit März 2010 eine laufende Fortbildungs- und Vernetzungsmöglichkeit für FremdsprachenpädagogInnen geschaffen. In den nächsten Jahren ist das Ziel, regelmäßige sowie bedarfs- und zielgruppengerechte Fortbildungsmöglichkeiten im Rahmen des Fortbildungsprogramms der Pädagogischen Hochschule zu entwickeln.
Der Fremdsprachenunterricht in Tschechisch, Slowakisch und Ungarisch wird niederösterreichweit an 140 Schulstandorten ermöglicht (Stand Schuljahr 2010/11). Das langfristige Ziel der NÖ Sprachenoffensive im Bereich Schule ist es, die Nachbarsprachen als zweite lebende Fremdsprachen noch stärker im Regelunterricht zu etablieren sowie gleichwertige Angebote in allen Schultypen zu ermöglichen, sodass dem Sprachenlernen vom Kindergarten bis zur Matura nichts im Wege steht.
Ansprechpartner NÖ Sprachenoffensive
Ansprechpartner beim Landesschulrat für NÖ
Anfragen zu schulorganisatorischen Fragen:
Ing. Johannes Trümmel
Tel: 02742 / 280 - 5020
Mail: johannes.truemmel(at)lsr-noe.gv.at
Anfragen fachinhaltlich:
LSI Mag. Brigitte Wöhrer
Tel.: 02742 / 280 - 4340
Mail: brigitte.woehrer(at)lsr-noe.gv.at